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04.06.2017, 11:08 Uhr | Carsten Vogelpohl

CDU-Kreisverband Lörrach zur Zukunft des Gymnasiums:

„G 8“ als Ganztagesangebot, „G 9“ im Halbtagesmodus

Das Gymnasium ist mittlerweile die beliebteste Schulform in Baden-Württemberg. Rund 50 Prozent der Schüler wechseln nach der Grundschule auf das Gymnasium. Das ist der höchste Anteil unter den deutschen Flächenstaaten. Der Lörracher CDU-Kreisverband will dem Rechnung tragen und passgenauere Angebote entwickeln, die den Bedürfnissen der Kinder und deren Eltern gerecht werden.

Landkreis Lörrach - Das derzeitige G 8-System soll zu einem verbindlichen Ganztagesmodell ausgebaut werden. Damit will die CDU die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter stärken. Eltern die ihre Kinder schon in einer Ganztages-KiTa hatten und eine ähnliche Bildungsqualität auch für den weiterführenden Bildungsweg ihrer Kinder wünschen, werden dadurch entlastet, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Carsten Vogelpohl.
Das Schulsystem müsse den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung tragen. Auch in Familien mit hoher Bildungsaspiration seien heutzutage oftmals beide Elternteile berufstätig. Ein Ganztagesangebot könne den aktuell dichten Tagesablauf entzerren und den Grundstein zu mehr Bildungsqualität im Ganztag legen.
Parallel sollen die momentan bestehenden G 9-Gymnasien etabliert und weitere G9 Gymnasien eingerichtet werden, die das Schulcurriculum als Halbtagsschule absolvieren. Familien werde so eine eigene Nachmittagsgestaltung zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Kinder-/Jugendeinrichtungen, Sportvereinen, Musikschulen oder kirchlichen Trägern ermöglicht, argumentiert Markus Heubes, Kreisvorstandsmitglied.
Die hohen Anmeldezahlen z.B. am Schopfheimer Theodor-Heuss-Gymnasium machen den Bedarf vieler Schüler und Familien deutlich. In G 9-Gymnasien soll für besonders begabte Schüler die Möglichkeit bestehen, freiwillig zum Beispiel die Klasse 11 zu überspringen und damit faktisch ebenfalls einen G 8-Abschluss abzulegen.
Die Kombination von Ganztags-G 8- und Halbtags-G 9-Gymnasien würde den Bedürfnissen von Eltern, Schülern und Lehrern gerecht werden und langfristig Verlässlichkeit schaffen, zeigt sich die Kreis-CDU sicher. Kreisvorsitzender Schuster begrüßt den Vorstoß für ein klar ausdifferenziertes Angebot bei den Gymnasien neben leistungsfähigen Real- und Gemeinschaftsschulen in der zweiten Säule. Die CDU stehe für ein gegliedertes Bildungssystem, das jedem Schüler und jeder Schülerin die  besten Chancen bietet. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde sich nochmals deutlich verbessern. Weiterhin setzt sich der CDU-Kreisverband in diesem Zusammenhang dafür ein, rund 1.000 Lehrer mehr einzustellen, um das hohe qualitative Niveau der Gymnasien in Baden-Württemberg zu halten und für die Herausforderungen der Zukunft weiter auszubauen. Ebenfalls könnte die Einführung von zusätzlichem Verwaltungspersonal Schulleitungen entlasten. Jürgen Rausch fordert, auch die Sozialträger und Vereine frühzeitig in die Entwicklung dieser neuen Strukturen einzubinden. Bei den Grundschulen laufe die Etablierung von Betreuungsangeboten in Halb- und Ganztagesmodellen alles andere als reibungslos. Dies habe viele Eltern verunsichert.
Bei den weiterführenden Schulen könne man es besser machen, zumal
unterrichtsergänzende Angebote ein Garant für gelingendere Bildungsbiografien sind.